Toleranz in Siebenbürgen

Der Text geht auf einen Vortrag zurück, den der Autor mehrfach gehalten hat. Religiöse und ethnische Toleranz in Siebenbürgen Einleitung Siebenbürgen ist weltweit bekannt durch sein einzigartiges Ensemble an siebenbürgisch- sächsischen Kirchenburgen, die ein Zeugnis ablegen von permanenter Kriegsgefahr. In der Tat gab es insbesondere vom 15. bis zum 17. Jahrhundert kaum ein Jahr ohne …

SIEBENBÜRGISCHE IDENTITÄTEN

Dieser Aufsatz geht auf einen Vortrag, den der Autor anlässlich der Deutschen Kulturtage in Schäßburg gehalten hat, zurück. Deshalb wurde auf Fußnoten verzichtet. Einleitung Siebenbürgische Identitäten im Wandel Nach ihrer verheerenden Niederlage am Lechfeld im Jahre 955 und ihrer endgültigen Sesshaftwerdung erkannten die Magyaren, wie bereits der Staatsgründer Stephan der Heilige seinen Sohn Emmerich in …

Die Bergschule von Schäßburg und ihre Ausstrahlung auf das siebenbürgische Geistesleben

Die Bergschule war insbesondere im 19.Jahrhundert eine Präferenzschule und gehörte zu den bedeutendsten Bildungsstätten Südosteuropas. Sie ist auch heute noch eine Schule mit deutscher Unterrichtssprache und erfreut sich auch bei der rumänischen Mehrheitsbevölkerung grosser Beliebtheit. 2002-2008 wurde sie auf Betreiben des Autors mit Mitteln der Hermann Niermann Stiftung einer großzügigen Generalsanierung unterzogen.

Der Anschluss Siebenbürgens an Rumänien und die Siebenbürger Sachsen

Die Karlsburger Beschlüsse vom 01.12.1918 bildeten den Grundstein für die Entstehung Großrumäniens nach dem Ersten Weltkrieg, die wenig später, nämlich am 4. Juni 1920, im Vertrag von Trianon besiegelt wurde. Die Nachkriegsordnung, die mit diesem und anderen Pariser Vorortsverträgen festgelegt wurde, bedeutete darüber hinaus eine epochale Neuordnung Europas, die ihresgleichen in der neueren europäischen Geschichte sucht. Jahrhunderte alte Imperien zerfielen und auf ihren Trümmern entstanden eine Fülle von kleineren sogenannten Nationalstaaten, die im Prinzip bis zum heutigen Tag Bestand haben. Zu den großen Verlierern gehörten Ungarn, das zwei Drittel seines Territoriums und seiner Bevölkerung verlor, und Österreich, zu den Gewinnern insbesondere Rumänien.

Schäßburger Spurensuche

Die jährlichen Schäßburger Kulturtage sind mittlerweise zu einem viel beachteten Ereignis geworden. Das Motto für das Jahr 2012 lautete: Schäßburger Spurensuche. Es fanden Konzerte, Ausstellungen und Vorträge statt. Ich hatte die Aufgabe übernommen, den Eunführungsvortrag zu halten.

Lebendige Gemeinschaft – Festrede beim Sachsentreffen in Birthälm am 20.09.2008

In dieser Rede habe ich auf die Stärken und Erfolge aber insbesondere auch auf die Schwachstellen der stark geschrumpften deutschen Gemeinschaft in Rumänien hingewiesen und zu Maßnahmen zur Vitalisierung der deutschen Gemeinschaft aufgerufen und Möglichkeiten dazu aufgezeigt. Sie hat in Siebenbürgen und in der sächsischen Gemeinschaft in Deutschland und Österreich große Wellen geschlagen. Ich habe über hundert Mails, Anrufe und Briefe erhalten. Die meisten Rückmeldungen waren zustimmend bis begeistert. Jedoch gab es auch eine Fülle von kritischen bis sehr kritischen Äußerungen, ja selbst Beschimpfungen sind nicht ausgeblieben.

Zukunft und Perspektiven der deutschen Minderheit in Rumänien

Das abgedruckte Thesenpapier wurde anlässlich einer Tagung vom 13. bis 15. November 2009 in Hermannstadt von Benjamin Józsa, Dr. Hans Klein, Dr. Paul Philippi, Dr. Karl Scheerer und Winfried Ziegler vorgelegt. In diesem Papier werden Vorschläge zu einer Vitalisierung und Festigung der sehr klein gewordenen deutschen Gemeinschaft in Rumänien gemacht. Es ist eine Reaktion auf die programmatische Rede von Dr. Karl Scheerer am Sachsentreffen in Birthälm im September 2008. Während der Diskussion des Thesenpapiers wurde als wichtig erachtet, das Thema Schule ebenfalls einzubringen sowie die notwendige intensive Zusammenarbeit zwischen dem Forum und den anderen für unsere Minderheit relevanten Vereinen und Institutionen in Rumänien.